Merissa – wo die Wale zu Hause sind-

Nach unserem ersten Beach-Stopp in Unawatuna ziehen wir weiter an den nächsten Ort an der Südwestküste, nach Mirissa. Nicht zuletzt deshalb, weil man hier eine gute Chance hat, Blauwale zu sehen.

Als Unterkunft ausgewählt, die Palm Villa, zwar kein familiäres Guesthouse wie in Unawatuna, aber auch etwas vom Hauptort entfernt, weil auch Mirissa ein touristischer Hotspot ist, den wir vermeiden wollten.

Bei Palm Villa handelt es sich um eine Kolonialvilla, in der ca. 10 Gästezimmer vermietet werden. Gelegen in einem schönen Garten, Frühstück serviert direkt am Meer, ein Spa auf dem Dach mit Ausblick aufs Meer und einem strengen Yoga Lehrer, der mich zwei Stunden am Morgen in einer privaten Einheit quält. Endlich kann Heiko hier seine morgendlichen Joggingrunden drehen, abends laden die Beachbars bei Lagerfeuer zum Ausklang sonniger Strandtage ein. Tagsüber machen wir es uns gemütlich auf den Sonnenliegen einer Reggae-Bar, bester Service inklusive. An unserem ersten Tag dort am Strand konnten wir am späten Nachmittag zusehen, wie Baby-Schildkröten von der dortigen Schutzstation auf den Weg ins Meer gebracht wurden.

Aber auch hier haben wir nicht nur faul am Strand gelegen, sondern den Parrot Rock besucht und den (lt. unserem Empfinden) völlig überbewerteten Instagram-Spot Coconuttree-hill. Viele Menschen dort und immer weniger Palmen.

An unserem vorletzten Tag in Mirissa geht es los zur whalewatching tour. Wir verlassen uns dabei auf Raja and the whales, ein Unternehmen, das keinen Walen hinterherjagt und sie nicht bedrängt, aber so lange draußen bleibt (andere Anbieter fahren nach zwei Stunden nach Hause, ob ein Wal gesichtet wurde oder nicht), bis ein Wal gefunden ist.

Und nach einer wirklich langen Ausfahrt, acht Stunden waren wir bei sehr rauher See unterwegs, wurde unsere Geduld belohnt, wenn auch nicht mit einem Blauwal, aber mit einem 16 Meter langen Brydeswal, den wir mehrmals aus nur 10 Meter Entfernung bestaunen durften.

Die Ausfahrt perfekt machte noch eine Schule Spinner-Delphine, die mit unserem Boot spielten, nachdem wir am Anfang der Ausfahrt von einer großen Schule bottlenose-Dolphins begleitet wurden.

Nach diesem anstrengenden Tag gab es noch ein spitzenmässiges Dinner im Bunga Bunga Beach (nein, das hat mit ehemaligen Regierungsoberhäuptern gar nix zu tun).

Am nächsten Tag heißt es auch hier Abschied nehmen, weiter geht es in den Ort, den alle Surfer lieben, Hiriketiya. Bis demnächst…